am 05. und 06. April 03 feierten wir unser 70 jähriges Firmenjubiläum ......

     
Pressbericht vom 07.04. 2003 aus der Aichacher Zeitung ...

Toni Betzmeirs offene Worte zum Jubiläum
Motzenhofener Unternehmer übt scharfe Kritik an der
Politik / Auch Seitenhiebe an örtliche Behörden
 





Bilder von der Veranstaltung
     
     
Hollenbach/Motzenhofen    

Im vierten Quartal des Jahres 1933 wurde das Transportunternehmen Betzmeir als klassischer Einmannbetrieb gegründet. Heute, 70 Jahre später, ist das Bus- und internationale Transportunternehmen ein moderner Dienstleistungsbetrieb der allen Anforderungen gewachsen ist. Im neuen Motzenhofener Gewerbegebiet ist auf 15000 Quadratmetern ein modernes Herzstück entstanden das zum 70. Firmengeburtstag am Wochenende mit hochkarätiger Politprominenz, an der Spitze MdB Eduard Oswald, Bundesminister a. D., vielen Geschäftspartnern und Freunden mit Musik und einem riesigen Attraktionsprogramm samt Feuerwerk seiner Bestimmung übergeben wurde. Den beiden "Athleten" Toni Betzmeir mit Gattin Anna­Maria, die mit jeder Menge Energiereserven den Stellhebel für die Zukunft des Unternehmens in der Hand hatten, wurde dabei von allen Seiten Lob und Anerkennung ausgesprochen. In seiner Festrede dankte Eduard Oswald dem Unternehmerpaar für die mutige Entscheidung, sowie die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen.
Er wünschte der Firma allzeit soviel, Gäste, wie sie zu Tausenden zum 70. Geburtstag erschienen waren. Der Wettbewerb auf der Strasse, so Oswald in seiner Geburtstagslaudatio, verschärfe sich, doch gerade die Mobilität habe eine gute Zukunft. Nur wer heute schnelle, flexible, zuverlässige und kostengünstige Mobilität ermögliche, könne auf Dauer im internationalen Wettbewerb mithalten. Hierfür seien bei den Betzmeir's in Hollenbach alle Voraussetzungen geschaffen worden. In Deutschland werde es bis zum Jahr 2015 eine rasante Verkehrsentwicklung geben, prognostizierte Oswald. Steigerungen im Personenverkehr um 20 Prozent, im Güterverkehr um 42 Prozent und im Straßengüterverkehr
um 60 Prozent würden nach dem vorübergehenden konjunktur-bedingten Rückgang vorhergesagt. Die Strasse werde dabei Verkehrsträger Nummer eins bleiben, auch wenn bei der Kraftstoffbesteuerung Deutschland derzeit einen Spitzenplatz. Im europäischen Vergleich einnehme und es zusätzlich durch die beschlossene LKW-Maut zu spürbaren Verteuerungen kommen werde. Aufgabe des Staates sei es,

Pressebericht
zur Veranstaltung

die Rahmenbedingungen zu schaffen und Mobilität für alle zu gewährleisten. 'Auch Landrats-Vize Rupert Reitberger lobte den Fleiß und das unternehmerische Können der Betzmeirs als glänzendes Beispiel im Wittelsbacher Land. Bürgermeister Hans Riß dankte dem Ehepaar für die gezeigte Bodenständigkeit. Sie hätten sich trotz vieler lockender Angebote für das Gewerbegebiet am Feldsteig entschieden.

In seine eigene Ansprache ließ Toni Betzmeir dann auch ein bisschen Zorn einfließen, als er sich an den behördlichen Spießrutenlauf, der bei der Planung und beim Bau zu durchlaufen war, erinnerte. "Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht", nahms der Hollenbacher Unternehmer dennoch mit einer Portion Humor. Die Genehmigung für die Beleuchtung seines Betriebsgeländes habe acht Monate benötigt, und er wisse bis heute noch nicht, ob sein Firmenhof nun richtig beleuchtet sei. Man kämpfe im harten Alltag nicht nur gegen die Behörden sondern auch gegen die Politik. Die Kraftstoffkosten machten zwischenzeitlich 30 Prozent der Betriebskosten aus, wobei die Ökosteuer eine zusätzlich Belastung von 9000 Euro im Monat bedeute. Mit diesem Geld könne er Schulden tilgen oder zwei Hilfsarbeiter beschäftigen. Wenn man Energie verteuere, dann müsse man auf der anderen Sei­te für Entlastung sorgen, meinte Betzmeir. Falsch sei auch die Kostensteigerung durch die geplante LKW-Maut die am 31. August in Kraft treten wird.

Natürlich wurde nach den offiziellen Geburtstagsreden das ganze Wochenende über ausgiebig gefeiert. Tausende kamen am Tag der offenen Tür zu den Betzmeirs und zu den Nachbarn im Gewerbegebiet, die sich allesamt heraus geputzt hatten. Omnibusse und Laster standen dabei - nicht nur bei den zahlreichen Kindern - im Mittelpunkt des Interesses.

 


Bilder vom Jubiläums-Wochenende